Gestern habe ich mal wieder etwas gebastelt. Und zwra fürs Haar. Das ganze ist ganz einfach, dauert allerdings eine Weile. Man benötigt ein paar große Perlen, ein paar kleine Perlen, einen Haargummi, ein paar Ringe und ein paar Stäbe (ich weiß nicht genau den Namen). Oh, und eine Zange.
Dann habe ich die Perlen auf die kleinen Stäbe aufgereiht und diese dann an der kleinen Ringen befestigt. An jeden Ring habe ich drei Stäbe mit Ringen dran befestigt. Und diese Ringe habe ich an dem Haargummi fixiert.
Ich hab es ganz in schwarz gehalten, damit es klassich bleibt. Ich freu mich schon auf Frisuren damit.
31 Tage 31 Aufgaben im August 2012
31 Tage 31 Aufgaben im August - Tag 29
Donnerstag, August 30, 2012
Gestern habe ich mich mal an eine Hochsteckfrisur gewagt. Mit meiner neuen Länge definitiv etwas neues. Und total anders. Auf einmal benötige ich tausende von Haarnadeln. Vorher hat eine gereicht und die Frisur sahs. Jetzt rutschen die kurzen Haare überall hinaus.
Mit dem Ergebnis war ich im Spiegel eigentlich sehr zufrieden. Auf dem Foto stören mich die sichtbaren Haarklammern. Aber da das Bild eh sehr überlichtet ist (denn ganz ehrlich, mein Haar ist viel dunkler und unsere Wohnzimmertür leider auch - die müsste mal wieder gestrichen werden), hoffe ich man sah die Klammern nicht so deutlich.
Die Frisur ist im Grunde genommen ganz simpel. Es ist eigentlich fast genau diese Frisur hier (*klick*). Ich habe halt nur zwei Zöpfe gebunden und diese eingedreht. Ganz unten habe ich die Haare zu einer kleinen Tolle zusammen gedreht. Diese hat natürlich nicht sonderlich gut gehalten.
Naja, da muss ich noch ein bisschen üben um euch dann ein bisschen vorzeigbarere (Hochsteck-)Frisuren zu präsentieren.
Frisuren gab es hier eh schon lange nicht mehr. Wird mal wieder Zeit das Thema ein bisschen aufleben zu lassen. Und mit halboffenen Haaren und Flechtsträhnen geht das mit der neuen Haarlänge auch ganz gut. (Besteht an dem Thema denn Interesse?)
Ich war gestern studiernlustlos. Ich weiß, eigentlich muss ich fleißig sein, aber gestern wollte ich einfach nichts unibezogenes machen. Also habe ich ein Buch gelesen. Und zwar komplett durchgelesen.
Es stand noch vor dem "Maria ihm schmeckt´s nicht!"-Projekt (Tag 27) auf meiner Leseliste. Also wollte ich das so schnell wie möglich abhaken. Es war Agatha Christies "Das Böse unter der Sonne". Ich habe es als Teenie schonmal gelesen, aber schon wieder alles vergessen. Und zum Glück habe ich während des Lesens die Erinnerung nicht wiedererlangt.
Es hat eine Weile gedauert, aber ich hab es geschafft und es hat Spass gemacht!
Am Montag war ich in der Bibliothek. Eigentlich wollte ich dort an meiner hausarbeit schreiben, aber es war einfach zu voll. Kaum Sitzplätze, also habe ich mir Bücher ausgeliehen und bin in die Stadtbibliothek gefahren. Doch auch da war es voll. Also habe ich meine Tagesaufgabe durchgezogen und bin wiede rnach Hause gefahren.
Lernen und Hausarbeiten schreiben daheim ist so viel schwieriger. Überall gibt es Ablenkung. Grauenhaft!
Aber zurück zur Tagesaufgabe. Ich habe mir nach einem Zahlencode zufällig ein Buch ausgesucht und werde dieses nun lesen (ob ichs mag oder nicht). Ziel ist es mal von der eigenen Lesevorliebe abzukommen und vielleicht (auch wenn es nur ein Hauch einer Wahrscheinlichkeit ist) etwas zu entdecken, dass mir tatsächlich gut gefällt und das ich sonst nicht gelesen hätte.
Der Zahlencode war 2424. Wie "BIBI" auf einer Handytastatur. Also 2. Regalleiste, 4. Regal (in dieser Regalreihe), 2. Regalbrett (von unten) und 4. Buch (von links).
Ich habe mich für die Romanecke entschieden. Diese Buchform fand ich einfahc am passensten. Sonst sind ja alle Sachbücher nach Themengebieten geordnet. Romane sind da doch sehr viel vielfältiger.
Getroffen hat es "Maria, ihm schmeckt´s nicht!". Ich kenn das Buch nicht und weiß nur, dass es sogar verfilmt wurde. aber auch den Film habe ich nicht gesehen. Mal gucken wie es wird, aber ich glaube es hätte auch wesentlich schlimmer werden können.
So langsam nervt mich das Projekt. An manchen Tage habe ich einfach noch keine Aufgabe bewältigt und der Tag neigt sich schon gen Abend. Dann macht es absolut keinen Spass mehr. Mal ganz davon abgesehen, dass ich mir blöd vorkomme hier alles zu zu spamen. Denn so fühlen sich die vielen, ständigen Posts an. Und ich bin immer noch nicht up to date! Das fühlt sich langsam wie eine Sisiyphusaufgabe an.
Nun gut, kommen wir zu Tag 26. Sonntag. Ein Tag an dem ich absolut keine Lust auf eine Aufgabe hatte und an dem ich nicht groß unter Menschen war (außer beim Sport). Also vielen alle sozialen Aufgaben weg. Was blieb? Ein riesiger Berg voller Unterlagen, denn ich unbedingt mal sortieren wollte.
Ja, genau, also fing ich damit an. Und das mit Null Motivation, aber dem schlechten Gewissen im Nacken. Irgendeine Aufgabe musst ich schließlich erledigen. Also habe ich alibimäßig ein bisschen hin und her geschoben und das wars dann. Ich gestehe: Ich hatte einfach keine Lust. Und so liegt auch jetzt noch ein großer Berg voller Unterlagen (wenigstens nicht mehr so weit verstreut) zur Abheftung bereit.
Tag 25 war ganz besonders entspannt. Mr. King und ich haben uns einfach treiben lassen (und das Haus nicht verlassen). Den ganzen Tag im Schlafanzug durch die Wohnung schlürfen, kochen, naschen, Filme gucken und alles was das Herz begehrt. Nur eben ganz ohne Stress und ganz gemächlich.
Das hat super viel Spass gemacht. Einfach einen faulen Tag einlegen. An dem alles kann, aber nichts muss. Effektiv gemacht haben wir (bis auf Mittag essen) tatsächlich nichts. Zu mindest kann ich mich jetzt nicht mehr an etwas sinnvolles erinnern. Egal. Denn ich kann mich daran erinnern das es einfach nur schön war!
Also, einfach mal die Beine hochlegen und nichts machen. Träumen, die Wolken beobachten oder etwas nachgehen, dass man schon ewig nicht mehr gemacht hat (und immer mal wieder machen wollte).
Rote Lippen. Die trug ich an Tag 24. (Auch wenn es auf den Bildern - unten - nicht so knallig rüber kommt.) Damit habe ich mich an Caros Red Friday orientiert. Und beim nächsten Mal mach ich dann auch ganz offiziell mit.
Ich habe dazu, eigentlich ganz unpassend, ein pinkes Shirt getragen. Das hat aber mit der Lippenstiftfarbe ganz gut zusammen gepasst. Quasi wie eine Art Lippen-Shirt-Colour-Blocking.
Ich habe schon ewig keinen auffälligen Lippenstift getragen, dementsprechend war ich erstmal etwas überfordert mit dem auftragen. Beim ersten Versuch sah ich aus als hätte mich eine Dreijährige geschminkt. Also habe ich das ganze nochmal mit einem kleinen Pinsel probiert. So war das Ergebnis dann einigermaßen vertretbar.
Wir waren dann bei Freunden zum grillen und Spielen eingeladen. Da war mein Lippenstift zwar etwas "overdressed", aber ich muss auch gestehen, dass ich ihn nicht nochmal aufgefrischt habe. Ich glaub, ich muss mich an rote Lippen erst noch langsam heran tasten.
Meine Mama hat sich über diese Tagesaufgabe sehr gefreut. Wir waren nämlich joggen im Tiergarten. Meine Ma kam auf die Idee und hat sich sehr darauf gefreut.
Sie geht gerne und öfter joggen. Ich begleite sie nur manchmal (okay, eher selten). Joggen ist jetzt nicht unbedingt meine liebeste Sportart. Aber es macht hin und wieder doch Spass.
Das Wetter war toll und es hat sehr viel Spass gemacht. Wir haben sogar ca. 50 Minuten durchgehalten. Vielleicht machen wir das in nächster Zeit öfter. Das stehtmomentan so im Raum. Also habe ich mich an Tag 23 nicht nut sportlich betätigt, ich habe auch noch jemand anderen glücklich gemacht.
So langsam ist der praktische Teil dieser Monatsaufgabe zu mir hervor gedrungen. Nachdem ich bereits meine Bilder sortiert habe, habe ich an Tag 22 alle Löcher und Risse meiner Klamotten gestopft und genäht. Es waren hauptsächlich Löcher in T-Shirts und ein großer Riss am Ärmel einer meiner Lieblingsjacken.
Vorher sind mir die vielen kleinen Löcher gar nicht groß aufgefallen, aber da ich ja nicht mehr shoppe müssen alle meine Klamotten jetzt lämger halten (und mehr aushalten - da öfter in Betrieb). Einige kleine Löcher entstehen da schnell. Und die zu stopfen macht keinen Spass. Also mir zu mindest nicht.
Aber es war wirklich eine sinnvolle Aufgabe, die ich schon ewig vor mir hergeschoben habe. Der Zeitaufwand ist aber nicht sonderlich dramatisch. Ich hab einfach Abends beim Fernseh gucken genäht. Und jetzt trage ich die Klamotten wenigstens wieder und sie versauern nicht auf einem "Das muss ich unbedingt irgendwann noch nähen" Stapel.
Die nackte Wahrheit. Genau die gab es an Tag 21. Ich trug keine Schminke - und bin trotzdem raus in die Welt. Das habe ich - keine Ahnung - seitdem ich mich schminke (also seit 14 oder so) noch nie gemacht.
Nun ist es nicht so, dass ich (wie die ganzen Mädels bei Germanys next Topmodel und anderen einschlägigen TV-Formaten) mit nem ganzen Tuschkasten im gesicht rumlaufe und anfange zu weinen, wenn man mich bittet die schwarzen Balken unter meinen Augen zu beseitigen.
Aber mit ein bisschen flüssigem Make-up oder zu mindest einem Concealer oder Puder bedecke ich mich schon täglich. Und ich finde das auch abslut notwendig. Ich bin leider nicht mit einer Feen gleichen Haut gesegnet. Ohne Augenringe (trotz ausreichend Schlaf und einen hochgelagerten Kopf), Rötungen, Pickelchen und sonstigem was zu einem Feengesicht halft dazu gehört. Nein, ich habe kein Feengesicht, aber ich habe mich trotzdem ohne Make-up rausgetraut.
Anfangs war es komisch. Ich habe mich wirklich nackt gefühlt. Aber Mr. King hat nicht mal gemerkt (ihr merkt also ich schminke mich nicht sonderlich offensichtlich), dass ich mich nicht geschminkt habe. Im Supermarkt dann hatte ich schon wieder vergessen, dass ich kein Make-up trug. So gar das Treffen mit Freunden war kein Problem. Keiner hats gemerkt. Und beim schwimmen war es unglaublich praktisch.
Am Abend habe ich sogar standardgemäß angefangen mich ab zu schminken. Erst nach dem ersten Blick auf den weißen Wattepad habe ich gecheckt, dass ich ja gar kein Make-up trage.
An Tag 20 habe ich mich vegan ernähert. Das wollte ich unbedingt während dieses Monats probieren. Ich bin ja seit 8 Jahren Vegetarierin. Daher ist es mir vielleicht nicht ganz so schwer gefallen wie als leidenschaftliche Fleischfresserin.
Einen Tag lang ging es ganz gut. Bei einer Woche müsste ich mir wohl einen ernsthaften Plan machen. Aber ich denke auch dann ging es. So habe ich keinen Plan gehabt und einfach los gelegt.
Zum Frühstück gabs: Stulle mit Marmelade. Statt Stulle mit Käse. (Ach, ich liebe Stulle mit Käse!) Den Kaffee gabs schwarz. Mag ich eigentlich nicht so gern. Aber ich hatte vergessen Sojamilch zu kaufen.
Zum Mittag gabs: Nudeln mit Chili sin carne. Ja, klingt nach einer komischen Kombi, aber ich finde Chili alleine irgendwie komisch (und stehe mit dieser Meinung wohl sehr alleine da). Ich esse gerne Reis oder Nudeln dazu. Im Chili sin (also wörtlich "ohne" - im Vergleich zu "con"="mit") Carne ("Fleisch") waren alle typischen Chilizutaten. Außer halt das Fleisch. Ein genaues rezept habe ich nicht, da ich 1. frei nach Schnauze ("Oh, hier steht ja gerade __, das haue ich einfach mit in den Topf") und 2. nicht sonderlich gut kochen kann.
Wenn jemand ein gutes Rezept weiss: Bitte im Kommentar verlinken oder aufschreiben. das wäre super!
Gesnackt habe ich Obst und Gemüse. Apfel, Banane und co. Schwer gefallen ist es mir die Finger von Schokolade zu lassen (ja, auch wenn es nur ein Tag war).
Alles in allem ging es aber sehr entspannt. Ich habe auch eine keine ausgeprägte Essensroutine. Wenn ich Hunger habe esse ich eben das was da ist. Und zum Früstück gibt es selten eine alternative zu meiner heißgeliebten Stulle mit Käse. Ich esse selten Joghurts (weil ich einfach vergesse sie zu kaufen) oder Müsli.
Hat schonmal jemand von euch einen (oder mehr als einen - vielleicht gibt es hier ja Veganer) vegan gelebt? Ging das für euch ganz einfach? Mein einziges Problem ist nur meine Vorliebe für Schmand.
Ui, ich hinke hinterher mit den Berichten. Aber wenn man mal die Sonne geniesst und auch mal ein paar Tage Urlaub macht, bleibt halt einiges auf der Strecke. Ich hoffe es ist nicht so schlimm, dass ich hier jetzt einfach eine Berichtenachreichspam veranstalte.
Also zurück zu Tag 19. Es war Sonntag, es war heiss und ich hatte Frühschicht. Eine sehr, sehr ruhige Frühschicht. Und so kam ich an diesem gemächlichen Tag auch dazu (endlich mal, weil dringend notwendig) mal meine Bilder auf meinem Laptop ordentlich zu sortieren und die Ordner korrekt zu bennen.
Ja, so ein Datum hinter einem Ordner ist schon etwas feines. Wieviele Ordner schwirrten auf meinem Arbeitsplatz herum die mit "grillen" betitelt waren? (Tausende!) Jetzt gibt es Oberordner mit Namen wie "Familie" oder "Feste" etc. und dann Unterordner wie etwa "Grillen 18.08.12" und "Heiligabend 2011" (und so weiter). Ja, das klingt nicht nach einer weltbewegenden Tat, aber so lassen sich leichter Bilder tauschen und auch tatsächlich Bilder wiederfinden und mit System auf einer externen Festplatte sichern.
So, und wie lange hat der Spass gedauert? Ja, locker vier Stunden.
Ich hatte allein drei Ordner mit dem Titel "Unbenannt (1)" (und "Unbenannt (2)" und "Unbenannt (3)"). Was für Bilder waren drin? Alle möglichen. Von Ostern bis zu Treffen mit den Unimädels. Alles musste also neu sortiert werden.
Aßerdem habe ich meine Blogbilder nie vernünftig abgespeichert. Und so kam es zu 11 (!) Ordern mit den Titeln: b, b1, b2, b3, b4, b5, b6, b7, b8, b9, bb. (Das "b" steht hier für "Bibi").
Ja traumhaft, oder? Was war drin? Einfach alles -schön queerbeet. Zum Teil habe ich einige Bilder kopiert und mit einem anderen Titel neu abgespeichert (im selben oder anderen Ordner). Bekloppt! Jetzt habe ich auch hier Ordner nach Themen sortiert. So etwas wie "Haare_Frisur", "Outfit", "Wardrobe Mix", "Alltag" etc.
Und die Moral von der Geschicht? Gleich alles sinnvoll archivieren. Das kostet auch nicht mehr Zeit, ist übersichtlicher und die vier Stunden hätte ich für andere Dinge nutzen können.
31 Tage 31 Aufgaben im August 2012
31 Tage 31 Aufgaben im August - Tag 18
Donnerstag, August 23, 2012
Es war heiß an Tag 18. Und so beschlossen wir im Garten von Mr. Kings Eltern zu grillen. Geladen war auch der Rest der Familie.
Doch bevor alle anderen kamen, waren wir nur zu viert. Die Mama hat Essen vorbereitet und gegärtnert, die Männer haben gebaut und ich habe fotografiert. Das war auch meine Tagesaufgabe.
Ich habe nur eine kleine Digitalkamera und kann daher nur schlichte Bilder machen. Ich wollte aber aus meiner Kamera das möglichste rausholen und mit unterschiedlichen Perspektiven und Winkeln experimentieren. Das ist mir auch (wie ich finde) ziemlich gut gelungen (also für meine Verhältnisse).
Am besten haben sich dafür natürlich Blumen, Bäume und Sträucher geeignet. Die hielten still und ich musste nicht erst nach Erlaubnis fragen und mich groß erklären ("dreh dich mal so hin, nein weiter nach vorne" etc.).
Mir hat das ganze super viel Spass gemacht und ich könnte mir vorstellen, fotografieren vielleicht irgendwann richtig als Hobby zu betreiben.
Momentan ist es eher so eine Ausprobierphase.
Auch Mr. King fand die Bilder gut. Vielleicht kann ich sie ja drucken lassen und seiner Mama (sie ist so stolz auf ihren Garten und war mit ihm auch schonmal in der Zeitung) schenken.
Nach dem Sprung zeig ich euch noch ein paar Bilder die mir ganz besonders gefallen (und welche bei denen ich gerne etwas besser gemacht hätte). Und da viele von euch (ihr lieben Blogger - und auch die anderen natürlich) ja auch selber knipsen würde ich mich natürlich riesig über Verbesserungsvorschläge und Anregungen freuen! (Alle Bilder sind übrigens unbearbeitet.)
An Tag 17 wollte ich Gutes tun. Für andere.
Der Mann meiner Mama hat sich im Juni den Fuß gebrochen. Furchtbar kompliziert und mit Wundheilungsstörungen. So richtig einsatzfähig ist noch nicht. Und gerade Hausarbeit fällt ihm schwer.
Also bin ich zu ihm und hab ihm damit geholfen. Saugen, wischen und Bad putzen. Er hat sich drüber gefreut. Danach ging es mit meiner Mama zum Garten von meinem Opa. Wir wollten ihm auch ein bisschen helfen.
Er hat einen kleinen Schrebergarten mit Holzhütte. Diese habe ich dann auch von Spinnweben befreit, aufgeräumt und gesaugt. Erst war er ganz glücklich darüber, doch dann hat er seine Sachen nicht mehr wieder gefunden. Ich habe ihn dann eigentlich mehr aufgeregt als ich eigentlich geholfen habe.
Dabei habe ich es nur gut gemeint. Auch das Laub - das ich zusammen geharkt habe und dann auf den Kompost geworfen habe, hätte ich lieber nicht dort hin werfen sollen. Sondern irgendwo anders hin. Alles in allem habe ich also ein Chaos angerichtet, statt zu helfen.
Ich denke er nimmt es mir nicht krumm. Demnächst will ich nochmal hin und ihm helfen. Dann aber mit ihm zusammen. Dann kann er mir sagen was wo wie die richtige Ordnung hat. Denn langsam wird es doch alles etwa zu viel für ihn allein. Aber abgeben möchte er den Garten auch noch nicht. Meine Mama möchte ihn wahrscheinlich übernehmen und will ihm daher künftig regelmäßig helfen (und auch ein bisschen umgestalten).
Unsere Heimfahrt stand an Tag 16 an. Und somit blieben nicht viele Möglichkeiten für eine große Aufgabe. Also habe ich es mir zur Aufgabe gemacht in den Geschäften mit den Einheimischen zu "plaudern" (also "Guten Tag" und "vielen Dank" zu sagen) und mein Essen selbst zu bestellen. Natürlich musste ich vorher bei meinen polnischsprechenden Mitfahrern nachfragen wie ich was genau bestelle. Aber ich habs getan.
Auch wenn es wirklich nur "Pizza Mozzarella, bitte" und "ein Bier, bitte" (Nachfrage der Kellnerin "Normal?"
- Ich nickte. Keine Ahnung was sie von mir wollte. Und so bekam ich ein
0,5l Bierglas. Das heißt wohl ein normal großes Bier auf polnisch) war.
Ich glaube ich habe jedes Mal wie ein Esel geguckt.
Aber als wir im Baumarkt waren und uns Wandfarben angschaut haben, hat uns ein Verkäufer voll gequatscht (auf polnisch versteht sich). Uns ist in diesem Fall Mr. King und ich. Da ich kein Wort verstanden habe, habe ich nur gelächelt. Und lieber nicht genickt - wer weiß wozu ich geknickt hätte. Mr. King (der zwar alles verstand, aber selber nicht gesprochen hat - das macht er nämlich nur zu Hause, weil er sich vor Polen mit seinem schlechten polnisch nicht blamieren will) hat ein paar Mal "gut, gut" und "danke" genuschelt. Der Mann dachte offenbarwirklich wir würden ihn verstehen.
Wir haben es also geschafft nicht wie Touris rüber zu kommen (Mission also erfüllt!). Okay, ich gebe zu wir waren in einem Baumarkt. Da erwartet man nicht so oft Touris. Obwohl wir direkt an der Grenze waren.
An Tag 15 waren wir, wie schon geschrieben, am Strand. Und wo Strand
ist, ist auch Meer. Nun habe ich ein bisschen Panik vor Gewässern. Ein
bisschen ist vielleicht auch ein bisschen untertrieben. Also
normalerweise komme ich Gewässern nicht all zu nahe. Von draußen zu
gucken reicht mir schon.
Versteht mich nicht falsch, ich kann schwimmen (und betreibe das
auch leidenschaftlich im Winter im Hallenbad), nur mag ich gerne wissen
was unter mir lang schwimmt. Das geht im Schwimmbad ziemlich gut. Im
Gewässer - no chance! Ich hab einfach Angst irgendwo rein zu treten,
gebissen zu werden oder irgendwie von einem Sog weggeschwemmt zu werden. Klingt bekloppt, ist aber so. Ich hab sonst keine Ängste und irgendwas hat ja jeder.
Auf jeden Fall wagte ich mich dann an Tag 15 doch in die Fluten. Aber nur mit Mr. King zusammen. Der bedauerlicherweise schnell meine Hand los ließ und weiter raus aufs Meer hüpfte. Als ich hinterher wollte war ich auf einmal bis zum Hals im Wasser. Ich muss wohl direkt in einer Kuhle gewesen sein.
Mr. King plapperte dann auf mich ein, ich solle doch zu ihm nach vorne kommen, da sei es weniger flach. Klar, denkste hab ich mir gedacht. Du bist locker 10cm größer als, dass bedeutet also nicht, dass ich dort wo du bist ebenfalls easy-peasy stehen kann. Weiter draußen auf dem Meer soll es auch flacher sein als da wo ich stand - klar! ("Der spinnt" - dachte ich.)
Ich sträubte mich. Minutenlang. Bis er kam und mich an der Hand weiter rauf aufs Meer zog. Es war übrigens ordentlich Wellengang und meine Kontaktlinsen bereits ordentlich verrutscht. Einige Meter weiter draußen war es tatsächlich nicht sonderlich tief und so blieb ich noch ein Weilchen. Der ganze Vorgang hat vielleicht 15 Minuten gedauert, war für mich aber das erste Mal seit Kindheitstagen wieder! Und auch nur weil das Wasser klar war und absolut überhaupt nichts am Boden. Selbst Muscheln waren kaum vorhanden.
Überall würde ich das aber nicht nochmal machen. Dann verzichte ich lieber auf eine Abkühlung. Denn schwimmen würde ich im Meer sowieso nicht.
An Tag 14 sind wir nach Swinemünde gefahren. Und da meine Mitreisenden alle in Polen geboren sind (auch wenn Mr. King als kleines Kind nach Berlin kam und kaum polnisch spricht - aber relativ viel versteht), wollte ich etwas mein Polnisch auffrischen.
Mein Polnisch auffrischen klingt in diesem Fall sehr hochtrabend. Ich kann tatsächlich nur wenige Worte "sprechen". Das was ich so von Mr. King und seiner Familie gelernt habe. Also so etwas wie Guten Tag ("dzien dobry"), bitte ("proze"), danke ("dziekuje") und wenige andere Worte.
An Tag 14 (und den nächsten Tagen) habe ich weitere Wörter gelernt. Z.B. "Achtung", "Ein Bier bitte", ein paar Lebensmittel von den Speisekarten und ähnliches nützliches.
Außerdem habe ich gelernt, dass man in Polen kein (zu mindest nicht typischer Weise) Büffet im Hotel hat, sondern alle Speisen (wie im Restaurant) an den Tisch gebracht werden. Auch war es als Vegetarier echt schwer durchzukommen - Wurst war überall. Auf einer Speisekarten gab es sogar eine Kategorie "Vegetarisch und halbvegetarisch". Was auch immer das zu bedeuten hatte. Denn von ca. 10 Gerichten waren 2 ohne Fleisch. Der Rest war mit Fleisch. Und wo der Unterschied zu den anderen Kategorien war blieb mir verborgen. Essen gab es dennoch mehr als genug und der ganze Kurztrip hat mir sehr viel Spass gemacht.
An Tag 13 wollte ich mich mal wieder an eine alte Gewohnheit erinnern. Früher (und damit meine ich vor 4,5 Jahren) habe ich Abends im Bett immer ein Märchen gelesen. Das waren nicht viele Seiten und ich konnte mit dem Tag abschließen, mich vom Alltag ablenken und gut einschlafen.
Das hat viel Spass gemacht. Denn auch wenn ich mich an die Grundessenz der meisten Märchen (aus Kindertagen noch) erinnere, sind Details doch vollkommen verschwunden. Es gab also jedes Mal etwas Neues zu entdecken.
Irgendwann habe ich mir dann ein paar weitere (zu meinen Grimmbüchern) Märchenbücher angeschafft. Darumter afrikanische und englische Märchen. Und Geschichten aus 1001 Nacht. Vor allem die englischen Märchen sind aber ziemlich abgedreht.
Mein Fazit: Leider war ich nach der Arbeit (ich war gegen 23 Uhr zu Hause) doch etwas geplättet. Vor allem nach dem Partywochenende. Und quatschen mit Mr. King im Bett war auch ganz schön. Da blieb nicht viel Kraft für viele Märchen. Aber eins habe ich geschafft. Und somit habe ich mein Tagesminimum erreicht.
Ich gucke mal ob ich es an den nächsten Abenden nochmal schaffe. Ich weiß gar nicht so genau warum ich mit diesem Ritual gebrochen habe, es war eigentlich ganz schön...
Die Aufgabe Nummer 12 war eine kreative. Eine der ich früher gerne nachgegangen bin. Doch mittlerweile komme ich kaum noch dazu. Schade eigentlich. Es geht ums dichten. Und zwar um eine ganz besondere Form. Ich wollte elf Elfchen schreiben.
Elfchen sind Gedichte die aus genau elf Worten bestehen. Nicht mehr und nicht weinger. Vor ein paar Jahren habe ich viele Elfchen geschrieben. Ist ja auch eine Kunst in genau elf Worten auf den Punkt zu kommen. Obwohl es eigentlich eher eine Variante ist, die man aus der Grundschule kennt. Hat schomal jemand ein Elfchen geschrieben? Auch nach der Grundschulzeit?
Früher habe ich aber auch längere Gedichte geschrieben.
Mein Fazit: Ich habe seit gut drei Jahren nichts mehr geschrieben. Und damit meine ich Gedichte. Es war anfangs schwer wieder rein zu kommen und zwei Elfchen habe ich nicht zu Ende bekommen. Aber einmal drin - und ein passendes Thema gefunden - gings relativ zügig. Hochklassigsind keine - daher gibt es hier auch keine Kostprobe. (Entschuldigt bitte!) Es hat aber Spass gemacht und ich sollte mich öfter wieder ran wagen. Denn schließlich will ich ja mal eine ganze Kurzgeschichte schaffen. Und vielleicht sogar mal einen Roman. Wer weiß, wer weiß ob es damit jemals klappt - aber bis dahin gilt: Auch Kleinvieh macht Mist. Also öfter mal ein Elfchen schreiben!





